Handle wie dein Zukunfts-Ich und nicht wie du dich fühlst (Gamechanger)

1. Sep. 2026 | Uncategorized

Die Person, die du sein willst: Wie eine einzige Frage meine Ernährung, mein Business und mein Leben veränderte

Du hast den Plan, die Strategie und sogar die perfekte 3×3-Methode für deine Mahlzeiten oder den durchdachten Redaktionsplan für deinen Blog.

Und trotzdem fühlst du dich nicht befreit, sondern gefangen.

Weil eine Stimme in deinem Kopf nörgelt: Das ist nicht gut genug und das muss noch optimiert werden. Bio muss es sein, aus der Region, am besten noch nachhaltig verpackt. Oder beim Business: Dieses Thema hat doch mal funktioniert, wieso zwingst du dich nicht einfach weiterzumachen?

Du optimierst und optimierst und wirst trotzdem nicht glücklicher.

Im Gegenteil: Du bist genervt von dir selbst, vor allem von deinem eigenen Kopf, der dir ständig dazwischenfunkt.

Bei mir war es genauso. 87 Kilo bei 173 Zentimetern, ein aufgedunsenes Gesicht, das ich im Spiegel nicht mehr sehen wollte, und ein Bauch, der einfach hervorschaute. Ich habe gemerkt, wie fremde Menschen draufschauen. Gleichzeitig ein neun Jahre alter Blog, an dem ich seit 11 Monaten keinen neuen Artikel veröffentlicht geschrieben hatte, weil sich das Thema mehr nach meinem vergangenen Ich anfühlt und jetzt einfach nicht mehr passt.

Was mich da rausgeholt hat, war kein Diätplan und keine neue Content-Strategie. Es war eine einzige Frage.

Was, wenn du ab heute einfach so handelst, wie die Person handeln würde, die du werden willst, ganz ohne dich jeden Tag neu zu überzeugen, zu verhandeln oder zu optimieren?

Das ist der Kern eines Prinzips, das gerade mein Essverhalten, mein Business und meinen ganzen Alltag umkrempelt. Diesen simplen mentalen Trick, kannst du ab heute nutzen.

Der Moment, an dem es mir gereicht hat

Drei Wochen lang habe ich mir YouTube-Video um YouTube-Video zu High-Protein-Ernährung und Abnehmen reingezogen. Der Auslöser: Ich war es leid, mein aufgedunsenes Gesicht im Spiegel zu sehen. Leid, die Mengen an Mehlprodukten, die ich mir in den letzten Monaten aus Frust reingeschaufelt hatte. Ich weiß heute: Ich war ein emotionaler Esser. Diese Erkenntnis war wichtig, aber sie allein hat noch nichts verändert.

Was mich richtig genervt hat? Wenn fremde Menschen auf meinen Bauch geschaut haben. Weil er einfach hervorschaute. 87 Kilo bei 173 Zentimetern, dazu kein Sport, ganz zu schweigen von den Oberschenkeln, die nach außen gingen. Ich wollte mich einfach wieder wohlfühlen in meiner Haut.

Die 3×3-Methode: Einfachheit statt täglichem Grübeln

Also habe ich angefangen, nach einem Tipp so vorzugehen: 3×3 Mahlzeiten am Tag, also jeweils drei Lieblingsgerichte für Frühstück, Mittag- und Abendessen, aus denen ich täglich wählen kann.

Der Vorteil liegt auf der Hand:

  • Du sparst dir jeden Tag die Grübelei, was du essen sollst
  • Drei Optionen pro Mahlzeit reichen völlig aus für Abwechslung
  • Du triffst deine Entscheidung einmal. Entweder du behälst sie bei oder änderst etwas.

Es klingt simpel und das ist es auch.

Und trotzdem war ich nicht ganz glücklich damit.

 

Die Perfektions-Falle: Wenn dein Kopf dir im Weg steht

Denn da war diese innere Stimme: Das ist nicht gut genug.

Deine Ernährung muss bio sein. Und pass auf, bio ist nicht gleich bio. Dann musst du auch noch schauen, dass es aus der Region kommt. Achtung, dieses Lebensmittel ist gar nicht so gesund, wie man meint.

Ich war von mir selbst genervt. Oder besser gesagt: von meinem Kopf.

Dabei ging es eigentlich um etwas ganz anderes: loslassen. Es muss nicht perfekt sein.

Aber und das erkannte ich letztens für mich: Wer möchte ich sein und handle ich schon danach?

Das Prinzip, das alles veränderte

Ich schaute mir ein Video zum Abnehmen an, und gefühlt in jedem wurde ich dazu animiert, irgendwelche Ersatzprodukte zu kaufen, ohne Ende. Vor wenigen Monaten hätte man mich damit noch gekriegt.

Aber inzwischen war ich so genervt davon, dass ich mir dachte:

Es muss doch auch einfach gehen. Ich hatte keine Lust mehr wie früher, für jede Mahlzeit zig Produkte zu kaufen und dann tagelang auf die Lieferung zu warten. Ich wollte es einfach halten.

Mal ein Proteinshake oder Stevia statt Zucker geht bei mir auch, aber das wars dann auch.

AB HIER:

Und dann kam ein Video genau zur richtigen Zeit. Eine Frau, die über 40 Kilo durch ihre Ernährung abgenommen hat, sagte darin einen Satz, der bei mir sofort gesessen ist:

„Was würde die Person tun, die ich sein möchte? Wer sind meine Vorbilder? Wen finde ich besonders sympathisch, freundlich – und wer hat eine gute Figur?“

Sie heißt Anke. Und ausgerechnet dieses Mal fühlte sich das Video an, als würde sie direkt zu mir sprechen. Kennst du das? Dass genau das, was du gerade brauchst, zu dir kommt – und wenn es „nur“ ein YouTube-Video ist?

Wie ich das Prinzip auf mein Business übertragen habe

Diesen Gedanken habe ich für mich abgewandelt: Wen in meinem Bereich finde ich besonders sympathisch? Wer sagt mir zu und ist mega erfolgreich? Das ist natürlich sehr individuell. Du kannst dir eine Person vorstellen – eine Version von dir selbst –, die zum Beispiel alle drei Tage einen Blogartikel veröffentlicht oder ein YouTube-Video pro Woche macht.

Und dann habe ich mir vorgestellt: Diese Person springt morgens voller Freude aus dem Bett. Schläft abends wie ein glückliches Kind ein, voller Vorfreude auf den nächsten Tag. Wacht morgens auf und freut sich auf das, was kommt.

Ich erinnerte mich, wie ich mich als Kind auf den nächsten Tag gefreut habe, wenn etwas Spannendes anstand. Weil man es liebt, steht man gerne auf. Und dann fragte ich mich ehrlich: Wie fühle ich mich, wenn ich an meine alten Blogthemen denke? Die Antwort: Och, nicht schon wieder…

Das brachte mich zur eigentlichen Frage: Warum schreibe ich überhaupt noch über Themen, die mich gar nicht mehr betreffen, die ich nicht mehr fühle?

Wenn ein Thema dich nicht mehr betrifft

Erst kürzlich kam ein Affiliate-Sale über meinen alten Blog rein – und ich dachte nur: Och, ne. Dabei hätte ich mich früher riesig darüber gefreut. Genau in diesem Moment habe ich verstanden, warum manche Blogger und Solopreneure einen Blog oder ein Thema einstampfen. Es geht darum, sich auf eine Sache zu fokussieren.

Wie wäre es, wenn du diese Person wärst, die ihren Job liebt? Wenn du genau den Job hättest, der dich glücklich macht? Ich muss zugeben: Seit vielen Monaten hatte ich keinen Blogartikel mehr geschrieben. Und jetzt, wo ich wieder schreibe, fühlt es sich magisch an. Ich frage mich nur noch: Warum habe ich das nicht früher gemacht?

Falls du wissen willst, wie ich schreibe: In fokussierten Schreibsprints, komplett ohne Ablenkung – wie an einer alten Schreibmaschine. Ich schreibe meine Gedanken einfach herunter, mit einem Klick ist der Text gespeichert, und ich kann jederzeit darauf zugreifen. Danach überarbeite ich und lasse die Rechtschreibung korrigieren – ich gebe zu, ich schreibe bewusst ohne Großbuchstaben, weil es einfach schneller geht. Reinsprechen soll noch schneller sein, aber damit tue ich mich noch schwer. Mein Gehirn denkt schneller, als ich tippen kann – andererseits komme ich beim Schreiben vielleicht gerade deshalb mehr zur Ruhe und fokussiere mich besser.

Das Buch, das ich viel zu spät gelesen habe

Stell dir all diese Dinge vor – und dann darfst du anfangen, danach zu leben. Fang zum Beispiel damit an, dir eine einzige Sache in deiner Selbstständigkeit herauszusuchen. Ich empfehle dir dazu das Buch The One Thing. Ich lese es gerade und es tut mir innerlich weh, dass ich es nicht früher gelesen habe. Immer wieder hatte ich davon gehört, es mal angelesen und gedacht: Häh, was soll das so kompliziert sein? Es hat mich einfach nicht angesprochen. Bis ein Millionär auf YouTube sagte, welches Buch er empfiehlt: The One Thing lesen – und umsetzen, was drinsteht.

Also habe ich es bestellt. Gebraucht, wie fast immer bei mir. Ich stehe total auf Notizen anderer Leser in gebrauchten Büchern – bisher habe ich zwar noch keine gefunden, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht liegt es daran: Wer wirklich mit einem Buch arbeitet und umsetzt, verkauft es nicht weiter. Und bei einem neuen Buch habe ich immer diese Hemmung: Oh, es ist neu, ich darf keine Macke reinmachen. Bei einem gebrauchten Buch ist das weg.

Vier Prinzipien, um die Frage „Wer will ich sein?“ im Alltag zu leben
1. Hör auf, mit dir selbst zu verhandeln

Wenn in dir ein innerer Kampf tobt – Ich will jetzt keinen Blogartikel schreiben, aber ich muss – dann frag dich stattdessen: Wer ist mein Vorbild, und was würde sie oder er jetzt tun? Vielleicht bloggt dein Vorbild zweimal die Woche, ohne sich zu stressen, weil es sich die Zeit einfach selbst einteilt. Das funktioniert genauso beim Essen: Statt der riesigen Pizza mit 1.300 Kalorien – kau langsam, genieße bewusst, oder erlaube sie dir ganz ohne schlechtes Gewissen. Dein Ich von heute darf sich etwas erlauben.

2. Lerne, dir wieder zu vertrauen

Vertrau dir selbst und deinem Bauchgefühl. Hast du heute nicht gearbeitet? Dann machst du eben morgen weiter. Wo ist das Problem? Wichtig ist, dass du dranbleibst und nicht alles hinschmeißt. Vertrau der Vision der Person, die du einmal sein willst.

3. Bau dir eine Umgebung, die es dir leichter macht

Ein ordentlicher Schreibtisch. Meal Prep. Satt essen statt hungern. Vier saubere Wände. Es geht nicht darum, perfekt zu sein – es geht darum, wie du mit Ausreißern umgehst. Ich bin nicht perfekt, und das muss ich auch nicht sein. Wichtig ist nur: Kein Selbstmitleid, keine Selbstverurteilung. Und wenn jemand anderes urteilt? Das kommt aus seinem Mund, nicht aus deinem. Es ist seine Meinung – die musst du dir nicht zu eigen machen, nur weil sie dir jemand vor die Füße wirft.

4. Fang klein an – aber fang an

Statt alles auf einmal umzukrempeln, fang mit winzigen Gewohnheiten an. Als Teenager habe ich mir beigebracht, morgens nach dem Aufstehen ein Glas Wasser zu trinken. Heute ist das für mich völlig automatisch – ich habe sogar immer eine Flasche Wasser dabei, egal wohin ich fahre. Je öfter du eine Gewohnheit wiederholst, desto normaler wird sie. Am Anfang musst du dich noch bewusst fragen: Was würde diese Person tun? Irgendwann läuft es von selbst.

Zwing dich nicht in eine Rolle, die nicht zu dir passt

Wichtig dabei: Nur weil du auf Social Media siehst, dass dein Vorbild ständig busy wirkt, du das aber selbst nicht fühlst, heißt das nicht, dass du dich in diese Rolle zwingen musst. Ich bin eine Zeit lang um 5 Uhr aufgestanden, weil das ja angeblich erfolgreiche Menschen so machen. Es war nichts für mich. Also habe ich es gelassen. Mir ist es „heiliger“, ohne Wecker aufzuwachen – das ist für mich Freiheit, und genau dafür habe ich mich selbstständig gemacht.

Genauso beim Essen: Ich durfte erkennen, dass ich mir ganz bewusst etwas erlauben darf. Gefühlt seit der Pubertät hatte ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich genascht habe – als hätte ich mit einem Stück Kuchen einen „perfekten“ Tag ruiniert. Was für ein Schwachsinn. Du darfst dir etwas erlauben und dich trotzdem gut fühlen dabei.

Vorsicht bei der Money-Mindset-Falle

Diese Methode funktioniert nur, wenn die Person, die du sein willst, wirklich zu dir passt. Stellst du dir vor, Millionärin zu sein, hast aber tief drin Angst vor Geld, dann passt das noch nicht zusammen – dann lohnt es sich, erst am Money-Mindset zu arbeiten.

Als Teenager bekam ich das Buch The Secret in die Hände, es lag bei meinem Papa im Regal. Ich dachte: Wow, wie geil kann das Leben sein – ich muss mir nur Geld vorstellen, und morgen liegen zigtausend Euro im Briefkasten. Ich gebe es zu: Zwei Tage lang bin ich zum Briefkasten gerannt. Es lag nichts drin. Um mehrere tausend Euro zu verdienen, musst du erst einmal dienen – und dann kommt das Verdienen. Es macht nicht „Boom“, und plötzlich ist Geld aus dem Nichts auf dem Konto.

Kleine Schritte statt zwei Kaninchen gleichzeitig jagen

Stell dir die Person vor, die du sein willst – und mach dann einen Schritt nach dem anderen. Lieber langsam, jeden Tag ein bisschen, statt alles auf einmal zu wollen.

Ich erinnere mich an einen Tag, an dem es mir richtig schlecht ging – ich hatte morgens nüchtern wilde Mirabellen und Zwetschgen vom Baum gegessen und danach lange gebraucht, bis es mir wieder besser ging. Am nächsten Tag habe ich mir gesagt: Okay, geh einen Schritt. Setz jetzt den nächsten Fuß. Rückblickend bin ich dankbar für diese Erfahrung, weil sie mir klargemacht hat: Geh kleine Schritte – aber geh.

Genauso war es bei meinen Blogs. Ich hatte zu viele gleichzeitig, und es war einfach zu viel. Ich habe großen Respekt vor allen, die mehrere Projekte gleichzeitig stemmen – aber für mich ist das aktuell zu viel. Deshalb konzentriere ich mich lieber auf eines. The One Thing bringt es mit einem russischen Sprichwort auf den Punkt: Willst du zwei Kaninchen fangen, gehen dir beide durch die Lappen. Genau das ist mir mit meinen Blogs passiert. Heute konzentriere ich mich auf eine Sache – und wenn diese richtig läuft, darf die nächste Einnahmequelle dazukommen.

Der 10.000-Schritte-Trick für Tage ohne Motivation

Noch ein genialer Tipp von Anke: Wenn du zum Beispiel jeden Tag 10.000 Schritte gehen willst, aber gerade keine Lust hast, dann überlege dir: Wie würde ich mir in zehn Jahren dankbar sein dafür, dass ich heute spazieren gegangen bin? Es macht den Kopf frei, tut dem Körper gut, und frische Luft ist ohnehin eines der besten Dinge, die es gibt. Stell dir diese zukünftige Version von dir vor und richte dein Handeln danach aus – statt dich nur zu fragen, wie du dich gerade in diesem Moment fühlst.

Dein nächster Schritt

Du musst nicht alles auf einmal verändern. Aber du kannst ab heute damit anfangen, dir bei jeder Entscheidung eine einzige Frage zu stellen:

Wer möchte ich sein?
Wie würde diese Person jetzt handeln?
Und handle ich schon danach – oder verhandle ich noch mit mir selbst?

Fang klein an. Ein Glas Wasser am Morgen. Ein Blogartikel, der sich wieder richtig anfühlt. Ein Spaziergang, für den dich dein zukünftiges Ich dankbar sein wird.

Wer oder was hindert dich gerade daran, so zu handeln, wie die Person, die du gerne sein möchtest? Schreib es mir gerne in die Kommentare.

Hi, ich bin Jemima

Hi, ich bin Jemima

Gründerin von mutsetzer.de

Ich hatte mehrere Blogs und noch mehr Business-Ziele und irgendwann sogar den perfekten Plan – aber statt umzusetzen fand ich siebzehn Gründe nicht anzufangen.

Bis ich verstand: Das Problem waren nicht meine Ziele, sondern das, was mich davon abhielt anzufangen. Und genau das lässt sich lösen.

Hier teile ich, wie ich vom Wissen ins Handeln gekommen bin – und jeden Tag besser darin werde. Die Strategien, die funktionieren, und die Fehler, die du vermeiden kannst. Damit du leichter ins Umsetzen kommst und endlich deine Ziele erreichst.

0 Kommentare

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert